Rechtlicher Hintergrund der Folgekostenversicherung | medassure

Rechtlicher Hintergrund:

Rechtlicher Hintergrund bei einer Schönheitsoperation
 

Bieten Sie im Rahmen Ihrer Aufklärungspflicht Ihren Patienten Versicherungslösungen.

Mit dem 1. Jänner 2013 trat das neue Bundesgesetz zur Regelung ästhetischer Operationen (ÄsthOpG) in Kraft. Das Gesetz regelt unter anderem die Qualifikation der Ärzte, die ärztliche Aufklärung, den Schutz von Jugendlichen, Werbeeinschränkungen und die Einzelheiten einer umfassenden Aufklärungs- und Dokumentationspflicht (Operationspass).

Ein Schwerpunkt des Gesetzes ist die Klarstellung betreffend „ästhetischer Operationen“ (= „Eingriffe“), die in § 3 Abs. 1 Z 1 des Gesetzes definiert werden. Das Gesetz versteht unter derartigen Operationen – vereinfacht ausgedrückt – operativ-chirurgische Behandlungen, die auf ästhetischen Aspekten (Verbesserung des Aussehens) abzielen und nicht auf einer medizinischen Indikation (Notwendigkeit einer Heilbehandlung) beruhen.
Dabei wird in § 3 Abs. 4 die medizinische Indikation definiert als ein auf objektiven Kriterien beruhender Grund „um Lebensgefahr oder die Gefahr einer Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes des Patienten abzuwenden oder einen anatomischen oder funktionellen Krankheitszustand zu beseitigen“.

In § 4 Abs. 1 des ÄsthOpG werden sodann die Operationsarten aufgeführt, die in jedem Fall zu den ästhetischen Operationen im Sinne des Gesetzes gehören, sofern keine medizinische Indikation greift.

Für die Abgrenzung, ob eine ästhetische Operation vorliegt oder eine Operation mit medizinischer Indikation, kann u.a. die Verweigerung der Kostentragung durch die Gebiets- und Betriebskrankenkassen als maßgebliches Kriterium herangezogen werden; diese ist aber nicht allein ausschlaggebend. Es kann auch Indikationen geben, die außerhalb der Kostenerstattungspflicht der Gebiets- und Betriebskrankenkassen liegen. Stellt in solchen Fällen der behandelnde Arzt nach objektiven Gründen eine Indikation z.B. wegen der Gefahr der Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes des Patienten fest, so unterliegen diese Eingriffe nicht diesem Gesetz, sondern den normalen berufs- und haftungsrechtlichen Regelungen.

In beiden Fällen, wo die Gebiets- und Betriebskrankenkassen die Erstoperationskosten nicht übernehmen, sind auch die Komplikations- bzw.  Folgekosten nicht versichert (§ 5 Abs. 6 in Zusammenhang mit § 5 Abs. 1 Z 9 ÄsthOpG).

Diese versicherungstechnische Lücke schließt medassure. Bei größeren Komplikationen wie Embolien, Nekrosen oder komplexen Wundheilungsstörungen, die einen stationären Aufenthalt des Patienten notwendig machen, wird eine Deckungssumme von EUR 250.000,- für die Begleichung der Spitalkosten zur Verfügung gestellt.
Für alle von Ihnen durchgeführten Nachbehandlungen bei Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Dislokationen, Rotationen oder Kapselfibrosen von Implantaten etc. können Sie bis zu EUR 10.000,- pro Patient mit uns abrechnen.